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In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Visionen zu Hause. Das Schöne daran ist, dass sich ein Großteil davon in die Realität hat umsetzen lassen. Und genau das ist es, was die Emirate so deutlich vom Rest der Welt abgrenzt. Sie blicken nach vorne und machen damit Riesenschritte in der Entwicklung ihrer Zukunft.

Vorausblicken in den Vereinigten Arabischen Emiraten heißt auch, etwas gegen die Wasserknappheit der riesigen Wüstenflächen zu unternehmen. Der Lösungsansatz: Eisberge aus der Antarktis sollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten frisches Trinkwasser liefern. Diesen Plan hat ein Öko-Unternehmen aus Abu Dhabi.

Ein durchschnittlich großer Eisberg enthält mehr als 75 Milliarden Liter Wasser, was den Wasserbedarf von rund einer Million Menschen für fünf Jahre decken kann. Das Unternehmen arbeitet bereits an der Berechnung der möglichen Route und an der Ermittlung der Machbarkeit. Die heutigen Berechnungen sagen für den Wassertransport für die rund 12.000 Kilometer lange Strecke durch Abschleppen bis zu einem Jahr voraus.

Während der Reise ist das Abschmelzen der Eisberge nicht zu befürchten, da bis zu 80 Prozent der massiven Strukturen unter der Wasserlinie liegen und das weiße Eis an der Oberfläche das Sonnenlicht reflektiert und die Sonnenwärme nicht so leicht aufnimmt.

Die Antarktis ist der südlichste Kontinent der Welt und enthält bis zu 70 Prozent des Süßwassers der Erde. Wenn die Eisblöcke vor den Vereinigten Arabischen Emiraten liegen, soll mit der Wasseraufbereitung begonnen werden. Die Blöcke werden an der Wasseroberfläche abgeschnitten und das reine Polareis zu Trinkwasser zerquetscht und in Wassertanks gelagert.

Die Eisberge vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate könnten auch noch weitere Effekte mit sich bringen. Zum einen wäre die Region um eine spektakuläre Touristenattraktion reicher. Zum anderen könnten sie das Klima in der Region entscheidend verändern und mehr Regen in der Gegend hervorrufen. Die kalte Luft, die von den Eisbergen nach oben steigt, erwärmt sich und kondensiert. Dieser Wasserdampf wird in den Wolken gesammelt und fällt als Regen zur Erde wieder nieder.

Federführend bei der Weiterentwicklung dieses Projektes, das schon 2018 starten soll ist das National Advisor Bureau Limited mit Sitz in Masdar City. Masdar City ist eine geplante Ökostadt im Emirat Abu Dhabi, mit deren Bau im Februar 2008 begonnen wurde. Die Internationale Organisation für erneuerbare Energien(IRENA) hat dort ihren Hauptsitz.