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Die neuesten Wirtschaftszahlen aus Dubai belegen eine immer stärkere Abnahme der Bedeutung von Öl und Gas für die Wirtschaftskraft des Emirates. Die veröffentlichten Prognosen für das Kalenderjahr 2017 sehen bei stärkerem Weltwirtschaftshandel und hohen Investitionen in die World EXPO 2020 ein Wirtschaftswachstum ohne die Öl- und Gasproduktion von rund 3,3 Prozent voraus. Rechnet mn die Produktion der ehemals so bedeutenden Wirtschaftsbranche ein, liegt das Wachstum immer noch bei rund 1,3 Prozent. Geschuldet wird dies der derzeitigen niedrigeren Ölförderung. Jedoch sieht man mittelfristig einen Anstieg, so dass sich der Wert für das prognostizierte Jahr 2017 zukünftig wieder auf dem Niveau von rund 3 Prozent einfindet. Die Prognosen wurden von Verantwortlichen des Internationalen Währungsfonds erstellt.

Bei den vorgelegten Wirtschaftsdaten sehen sich die Vereinigten Arabischen Emirate darin bestätigt, dass sie sich bereits gut an die neuen Ölmarkt-Realitäten angepasst haben. Die derzeitige Wirtschaftslage ist von robusten politischen Reaktionen des Landes und von den großen Finanzpuffern und der gut diversifizierten Wirtschaft untermauert.

Zukünftig will man die Bemühungen, die Ausgaben zu rationalisieren und ihre Effizienz zu verbessern, fortsetzen. Eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Analyse und eine fortgesetzte Überprüfung der Infrastrukturinvestitionen der staatlichen Unternehmen gilt als vereinbart. Die Einführung der Mehrwertsteuer und der Verbrauchsteuern wird die Staatseinnahmen weiter stärken und diversifizieren. Die Vereinigten Arabischen Emirate werden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 die Mehrwertsteuer in Höhe von 5 Prozent einführen und erwarten, dass sie im ersten Jahr Einnahmen von rund 12 Mrd. Dirham (rund 3 Mrd. Euro) erwirtschaftet.

Das Haushaltsdefizit des Landes wird 2017 rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen, die erwartete Inflationsrate soll bei 2,2 Prozent liegen.