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Der Beginn des Ramadan soll Anlass sein, diese für Muslime so wichtige Zeit einmal etwas näher zu betrachten: Der neunte Monat des islamischen Kalenders Ramadan ist eine der bedeutendsten Perioden im muslimischen Kalender. Es ist eine Zeit des spirituellen Erwachens, der Selbstevaluation und der Erinnerung an Allah. Die Zeit versuchen die Muslime durch Konzentration, ermöglicht durch Fasten und Gebet, intensiv zu erleben. Der Ramadan lehrt Muslime die Selbstdisziplin, Demut und das Geben. Wohltätigkeit ist ein bedeutender Teil des Ramadans, und von den Muslimen wird erwartet, den Bedürftigen zu helfen.

Der Koran ist das heilige Buch der Muslime und gibt das Wort Gottes wider. Der Koran wurde, der Überlieferung zur Folge, während der letzten zehn Tage des Ramadan in der heiligen Nacht der Vergebung von Engel Gabriel an den Propheten Mohammad übergeben. Die Nacht der Vergebung (Lailat Al Qadr) ist ein heiliges Datum im islamischen Kalender. Die Muslime betrachten den Koran als einen göttlichen Wegweiser zum Leben und es ist das letzte Wort Allahs.

Es ist mit dem Koran überliefert, dass der Neumond am Himmel den Beginn des Fastenmonat Ramadan festlegt. Der Prophet Mohammad hat bestimmt, dass der Neumond mit dem bloßen Auge gesehen werden muss. Aus diesem Grund beobachten die muslimischen Gelehrten weltweit den Mond nach dem Kriterium Neumond.

Der Ramadan ist für die Muslime die Zeit für das Gebet und für die Konzentration auf Allah. Muslime versuchen so viel zu beten wie sie können. Fünf tägliche Gebete schreibt der Koran vor: Fajr, Dhuhur, Asr, Maghrib und Isha. Dazu gibt es weitere Gebetsmöglichkeiten: Das Taraweeh-Gebet wird täglich abends nach dem Isha-Gebet angewendet. Ein weiteres Gebet, genannt Qiyam Al Lail, wird in den ersten Stunden nach Mitternacht vollzogen, besonders während der letzten zehn Tage des Ramadan.

Der Ort für die Gebete sind vornehmlich die Moscheen. Orte, an denen sich traditionelle islamische Architektur zu einer Einheit verbinden. Sie bestehen typischerweise aus Minaretten, Kuppeln und großen Gebetshallen. Ein Imam führt das Gebet in einer Moschee, während ein Mu’athin den Ruf zum Gebet aus den Minaretten vornimmt. Während des Ramadans bieten Moscheen in der Regel die kostenfreien Iftar-Mahlzeiten für die Bedürftigen. Anlässlich der Zusammenkunft in den Moscheen wird auch für gemeinnützige Spenden gesammelt.

Im Ramadan ist es Muslimen untersagt, während des Tages zu essen. Der Iftar ist aber dann das festliche Abendessen, mit dem nach Sonnenuntergang das Fasten gebrochen wird. In der korrekten Übersetzung heißt Iftar Frühstück, obwohl das Fastenbrechen am Abend erfolgt.

Der Ramadan endet mit Eid Al Fitr. Es sind die festlichen Feierlichkeiten, die den Monat des Fastens beenden. Sie fallen auf den ersten Tag von Shawwal, dem Monat, der dem Ramadan im islamischen Kalender folgt. Die Leute tragen ihre besten Kleider, schmücken ihre Häuser mit Lichtern und Dekorationen, geben Leckereien an Kinder. Sie besuchen Freunde und Familie, um dieses Fest zu feiern. Der Tag beginnt mit einem frühen, besonderen Gebet in den Moscheen, und man grüßt sich gegenseitig mit „Eid Mubarak“, was so viel wie „gesegnetes Fest“ bedeutet.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten, ein besonders multikulturelles Land, gibt es viele Menschen, die nicht den Ramadan zelebrieren. Aber als Besucher, Resident oder Tourist sollte man die lokale Kultur und Tradition respektieren. Nicht-Muslime sollten sich bescheiden kleiden, in den Fastenstunden nicht essen und trinken und in respektvoller Weise handeln.